Ötzi – Der Tod im Eis
Was geschah in den letzten Minuten seines Lebens – und wer schoss den Pfeil auf ihn? Mehr als 5.000 Jahre lang blieb die Antwort verborgen, bis sein Körper 1991 im Eis der Ötztaler Alpen entdeckt wurde.
Der Mann, der heute als Ötzi bekannt ist, lebte vermutlich um 3300 v. Chr. und war etwa 45 Jahre alt. Untersuchungen seines außergewöhnlich gut erhaltenen Körpers zeigen, dass er eine Pfeilspitze aus Feuerstein im Bereich der linken Schulter trug. Der Pfeil hatte eine Arterie verletzt und führte zu einem starken Blutverlust.
Doch die Verletzung war nicht die einzige Spur. Ötzi wies außerdem weitere Verletzungen auf, darunter eine Schnittverletzung an der rechten Hand. Die Befunde sprechen dafür, dass er kurz vor seinem Tod in eine gewaltsame Auseinandersetzung verwickelt gewesen sein könnte.
Wer den Pfeil abschoss und warum es zu dem Angriff kam, ist unbekannt. Auch der genaue Ablauf der letzten Stunden lässt sich nicht mehr vollständig rekonstruieren.
Ötzi wurde vermutlich nicht einfach Opfer der Natur. Sein Körper bewahrt vielmehr die Spuren eines gewaltsamen Endes – und macht ihn zu einem der bedeutendsten archäologischen Fälle der Vorgeschichte.
Ein Mann, ein Pfeil und ein Tod, dessen entscheidender Augenblick seit mehr als 5.000 Jahren im Eis verborgen liegt.
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